Interlaken, Schweiz – 23. Jungfrau Marathon

Details

Bericht von Harald Seibert:

Bei strahlenden Sonnenschein und optimalen Laufwetter, starteten Ernest Kramberger und ich, erstmals bei einem Bergmarathon über die volle Distanz. Insgesamt 4000 Starter nahmen den wahrscheinlichen schönsten Bergmarathon der Welt, von Interlaken – 568 m über Lauterbrunnen und Wengen auf die kleine Scheidegg – 2100 m, in Angriff. Den ersten, eher flachen Abschnitt, liefen wir zusammen in Tempolaufpace ungefähr in 4:30 an. Genießen und Körner sparen für die zweite bergige Marathonhälfte war die Devise.

Zuerst absolvierten wir eine Ehrenrunde durch Interlaken , wo wir nochmals den Startbereich passierten und lautstark vom Stadionsprecher und von den zahlreichen Zuschauern angefeuert wurden. Dann ging es vorbei am schönen blaugrünen Brienzer See, wo wir mit dem Wohnmobil meines Vaters campierten. Dann verlief die Strecke durch eine Talschneise, auf Straßen und Wanderwegen über Lauterbrunnen und dem berühmten Skiort Wengen in Richtung der Berggiganten Eiger, Jungfau und Mönch. In Lauterbrunnen und Wengen sorgten neben den Zuschauern auch Musikbands für gute Stimmung.

Nachdem wir Wengen passiert hatten, warteten noch knapp 1000 Höhenmeter auf uns. Während ich meinen Laufrhythmus beibehielt, schaltete Ernest einen Gang zurück und ließ sich etwas zurückfallen. Der selektive Anstieg ließ unsere Wadeln und Oberschenkel brennen. Einige Abschnitte des Bergweges, musste der Großteil der Läufer gehend bewältigen. Uns erging es da nicht anders. Trotz der Anstrengung, überwog das Hochgefühl beim Anblick des traumhaften Bergpanoramas. Bei km 38 bliesen uns die Alphornspieler zum großen Finale. Hier begann der schwierigste Abschnitt. Berggehen war angesagt. Die Strapazen und möglicherweise auch die Höhenlage setzte mir zu. Daher wurde ich deutlich langsamer. Am höchsten Punkt (Moräne auf ca. 2200 m) sorgten Dudelsackspieler nochmals für Gänsehautfeeling. Von hier weg ging es dann noch 1,5 km leicht abwärts Richtung Ziel. Auf dem letzten Kilometer gelang es Ernest wieder aufzuschließen und so brachten wir das Kunststück zustande, nach 42,2 km und etwa 1700 bewältigten Höhenmetern, nach 4 Std. 29 min noch vor dem ersten Pacemaker zusammen ins Ziel zu laufen.

Ergebnisse und Fotos unter http://www.jungfrau-marathon.ch

 

028 Jungfraumarathon045 Ernest und I091 Jungfraumarathon092 Jungfraumarathon

   

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